Die Krankheit Alzheimer(Morbus Alzheimer) und weitere “-Demenzerkrankung” Deutsch

Allgemein ein paar Zahlen und Fakten:

In Deutschland leiden aktuell mehr als 1,3 Millionen Menschen unter einer Demenzerkrankung,

bis 2050 wird ein Anstieg auf 2,6 Millionen prognostiziert.

700.000 der aktuell Betroffenen leiden unter Morbus Alzheimer.

Jedes Jahr werden etwa 250.000 neue Demenzerkrankungen diagnostiziert,

von denen etwa 120.000 vom Alzheimer Typ sind.

Alzheimer Krankheit tritt in ihrer häufigsten Form bei Personen über dem 65. Lebensjahr auf

und kennzeichnet sich durch zunehmende Demenz

Im Jahr 2007 waren weltweit etwa 29 Millionen Menschen von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Nach Auswertung von Computermodellen soll sich diese Zahl, die auf Bevölkerungsprognosen der Vereinten Nationen basiert, bis zum Jahr 2050 auf rund 106 Millionen Patienten erhöhen

65-Jährige sind etwa zwei Prozent betroffen,

bei den 70-Jährigen sind es bereits drei Prozent,

bei den 75-Jährigen sechs Prozent

und bei den 85-Jährigen zeigen etwa 20 Prozent Symptome der Krankheit.

Über dem 85. Lebensjahr nimmt der Anteil der Betroffenen wieder ab, da die zuvor Erkrankten nur selten dieses Lebensalter erreichen.

Der jüngste bisher bekannte Alzheimer-Patient erkrankte mit 27 Jahren und starb mit 33

Die Alzheimer Krankheit ist für ungefähr 60 Prozent der weltweit etwa 24 Millionen Demenzerkrankungen verantwortlich

Rund 60 % aller Demenzen werden durch eine Alzheimer Demenz hervorgerufen. Bei dieser Krankheit gehen in bestimmten Bereichen des Gehirns durch Störungen des Gleichgewichts des Botenstoffs Glutamat Nervenzellen zugrunde.

Bei der Behandlung der Alzheimer Demenz ist es wichtig, die Störungen im Bereich der Botenstoffe wie z.B Glutamat durch Gabe von Antidementiva (z.B. Memantine) positiv zu beeinflussen.

Als Risikofaktoren gelten:

  • Altersbedingte Risikofaktoren
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Insulinresistenz und Hyperinsulinämie,
  • Diabetes und hohe Cholesterinwerte
  • Erkrankungen des kardiovaskulären Systems
  • Bluthochdruck
  • erlittene Schlaganfälle

Weitere Demenzformen:

 

  • Vaskuläre Demenz:Folge von Durchblutungsstörungen des Gehirns, dass zu einem Absterben von Nervenzellen kommt.
  • Sekundäre Demenz:Sekundäre Demenzen werden durch nicht-hirnorganische Grunderkrankungen hervorgerufen. Bei erfolgreicher Behandlung der Grunderkrankungen können sich die Gedächtnisstörungen zurückbilden. Ursachen für eine sekundäre Demenz können z.B. Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen oder ein Mangel an Vitamin B12, Alkoholismus oder andere chronische Vergiftungen.
  • Korsakow-Syndrom:Folge eines jahrelangen übermäßigen Alkoholkonsums. Die Betroffenen verlieren die Fähigkeit neue Informationen zu speichern in sehr hohem Maß und entwickeln oft die Tendenz, ihre Gedächtnislücken mit frei erfundenen Geschichten zu füllen.
  • Lewy-Body- oder Lewy-Körperchen-Demenz:Ähnlich der Alzheimer-Krankheit, aber starke Schwankungen der geistigen Fähigkeiten im Tagesverlauf festzustellen. Häufig treten zu Krankheitsbeginn Halluzinationen und/ oder Bewegungsstörungen auf.
  • Demenz bei Morbus Parkinson:Im späten Krankheitsstadium von Parkinson bildet sich bei einem Teil der Betroffenen eine Demenz. (Mehr zur Parkinson Krankheit im vorherigen Artikel)
  • Creutzfeldt-Jakob Krankheit: Eine menschliche Variante des sogenannten Rinderwahnsinns.Diese Demenzform hat einen sehr schnellen Verlauf. (Tritt aber sehr selten auf)

Des Weiteren:

Eine amerikanische Studie ergab, dass Personen, die zwischen ihrem 20. und 50. Lebensjahr

eine geistig wenig anspruchsvolle Tätigkeit ausgeübt hatten, häufiger an Alzheimer erkranken.

  • —-> Häufiger Fernsehkonsum steht im Verdacht, das Alzheimer-Risiko zu erhöhen. ←–
  • Bluthochdruck sollte möglichst früh erkannt und gut behandelt werden, um das Risiko einer Demenz zu senken.
  • Ein erhöhter Cholesterinspiegel erhöht das Risiko, an Alzheimer zu erkranken.
  • Desweiteren haben ein erhöhtes Risiko an Alzheimer zu erkranken Personen mit Schlafstörungen.

 

Laut Berliner Zeitung soll es Hinweise darauf geben, dass Koffein (Kaffee, Tee(Schwarzer / Grüner)

schützend gegen die Entstehung der Alzheimer-Demenz wirkt.

Beachtenswert ist auch der Effekt von Insulin, verabreicht als Nasenspray,

dass den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen kann.

Auch, dass Vitamin E in hoher Dosierung den Fortschritt der Pflegebedürftigkeit leicht verzögern kann.

(Nach einer Metastudie. aus dem Jahr 2008 von 34 relevanten Studien stellten 68 % einen Zusammenhang zwischen Aluminium und Alzheimer her, während 8,5 % keinen Zusammenhang fanden. 23,5 % kamen zu keinem deutlichen Ergebnis.)

Behandlung:

Behandelt wird die Krankheit unter anderem mit:

    • Antidementiva: Diese werden gegen die Hauptsymptome der Alzheimer-Krankheit eingesetzt. Sie sollen kognitiven Einbußen entgegenwirken und eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs bewirken.
    • Acetylcholinesterase-Hemmer:Wie Acetylcholin ist für die Signalübertragung von einer Nervenzelle zur anderen zuständig. Bei der Alzheimer-Krankheit wird der Botenstoff nicht mehr in ausreichender Menge produziert. Die Hemmer sorgen dafür, dass der Abbau von Acetylcholin an der Synapse verzögert wird. So lässt sich der Mangel im frühen bis mittleren Stadium der Krankheit für einige Zeit ausgleichen.
  • Glutamat-Antagonist: Der Botenstoff Glutamat ist unverzichtbar für Lernen und Gedächtnis. Die Nervenzellen von Alzheimer-Patienten werden jedoch durch zu viel Glutamat belastet und können dadurch absterben. Der Glutamat-Antagonist schützt Nervenzellen vor dem übermäßigen Einstrom von Glutamat. Im mittleren bis späten Stadium der Krankheit können Lernfähigkeit und Gedächtnisleistungen so länger aufrechterhalten werden

Die Krankheit ist nach dem Arzt Alois Alzheimer benannt, der sie im Jahr 1906 erstmals beschrieb, nachdem er im Gehirn einer verstorbenen Patientin charakteristische Veränderungen festgestellt hatte.

Wie entsteht die Demenz?:

demcn4 demenc1 demenc2 demenc3 demenc4 demenc5

                     Im Gehirn von Alzheimer-Patienten bilden sich senile Plaques und fibrilläre Ablagerungen

Im Krankheitsverlauf nimmt die Hirnmasse durch das Absterben von Neuronen vermehrt ab(Hirnatrophie).

Außerdem wird der Botenstoff Acetylcholin nicht mehr in ausreichenden Mengen produziert:

Zeichen zur Früherkennung:

Das amerikanische National Institute on Aging hat sieben Warnzeichen formuliert, die auf eine beginnende Alzheimerische Krankheit hinweisen können und welche die Menschen in der nahen Umgebung veranlassen sollten, ärztlichen Rat einzuholen:

  1. Der Erkrankte wiederholt immer wieder die gleiche Frage.
  2. Der Erkrankte erzählt immer wieder die gleiche kurze Geschichte.
  3. Der Erkrankte weiß nicht mehr, wie bestimmte alltägliche Verrichtungen wie Kochen, Kartenspiel, Handhabung der TV-Fernbedienung funktionieren.
  4. Der Erkrankte hat den sicheren Umgang mit Geld, Überweisungen, Rechnungen und Ähnlichem verloren.
  5. Der Erkrankte findet viele Gegenstände nicht mehr oder er legt sie an ungewöhnliche Plätze (unabsichtliches Verstecken) und verdächtigt andere Personen, den vermissten Gegenstand weggenommen zu haben.
  6. Der Erkrankte vernachlässigt anhaltend sein Äußeres, bestreitet dies aber.
  7. Der Erkrankte antwortet auf Fragen, indem er die ihm gestellte Frage wiederholt.

Quelle: Wikipedia und andere

 

 

Dodaj komentarz

Twój adres email nie zostanie opublikowany. Pola, których wypełnienie jest wymagane, są oznaczone symbolem *