verschiedene „Lifter“ zum Transfer von Personen mit Behinderungen und Einschränkungen (Deutsch)

Treppenlift:

Gerade Treppenlifte Dieser Lift ist für alle Treppenarten gedacht, die gerade verlaufen. Der Sitz des Treppenliftes hat während der Fahrt immer die gleiche waagerechte Position. Kurventreppenlift Dieser Treppenaufzug ist für alle Treppenarten gedacht, die rund oder kurvig verlaufen oder über mehrere Etagen geführt werden. Die Schiene des Liftes kann wandseitig (außen) oder handlaufseitig (innen) angebracht werden. Der Lift kann unterschiedliche Steigungen und Kurven (90 oder 180 Grad) fahren.

In der Regel ist ein Treppenaufzug eine Maßanfertigung und kann bei entsprechender Variantenauswahl auf den meisten Treppenformen aufgebaut werden. Bei geringen Platzverhältnissen vor der ersten Stufe (beispielsweise bei der Eingangstür) kann die Schiene hoch- oder heruntergeklappt werden (Klappschiene). Dafür muss der Lift mit einem automatisch oder manuell betätigten Klappschienenmechanismus geplant werden.

 

 

 

 

 

 

Rollstuhl-Hängelift:

Hängelifte oder deckengeführte Treppenlifte haben eine Rollstuhlaufhängung statt der Plattform oder einen Sitz. Sie werden an der Decke statt an der Wand befestigt. Sie werden vor allem bei engen kurvigen Treppen eingesetzt. Durch Verzicht auf seitliche Installationen kann diese Bauart auch in Mehrfamilienhäusern eingebaut werden, wo ansonsten aufgrund baurechtlicher Bestimmungen eine Einengung der Treppe nicht zulässig ist.

Patientenlifter:

Diese werden vor allem in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, stationären Pflegeeinrichtungen und in der ambulanten Pflege sowie auch zu Hause eingesetzt. Lifter dienen dazu, eine körperbehinderte Person aus einem Rollstuhl heraus in ein Sitzmöbel oder auf ein Liegemöbel zu heben und umgekehrt. Der Transfer von zumeist stark mobilitätseingeschränkten Personen vom Rollstuhl zum Bett, in die Badewanne oder auf den WC-Sitz oder umgekehrt erfolgt je nach der gerätetypisch vorgesehenen Weise. Die Hubeinrichtung wird von einer Begleitperson oder fallweise auch vom behinderten Benutzer selbst bedient. Beim Einsatz durch Pflegekräfte erfolgt dies zur Vermeidung von Rückenverletzungen und Überlastungen.

Badewannenlifter:

Ein Badewannenlift unterstützt Personen bei der Nutzung der Badewanne. Meist wird er von Personen gebraucht, die infolge einer Körperbehinderung oder Mobilitätseinschränkung nicht aus eigener Kraft in eine oder aus einer Badewanne steigen können.
Es gibt verschiedene Gruppen von Badewannenliftern: Montage neben der Wanne: Ein Tragarm schwenkt die Person über den Badewannenrand und in die Badewanne. Es wird ein Abwärts- und/oder Aufwärtshub und eine seitliche Bewegung vollführt. Montage an der Wand: Mit einem Tuchlift wird die Person, die auf einem beweglichen Sitztuch Platz genommen hat, mechanisch bis zum Badewannenboden absenken und wieder auf die Ausgangshöhe zurückgebracht. (Sonderform: Tuchlift, der vor der Wanne montiert wird, genannt auch Vorwannenlift) Einsatz in der Wanne: Eine Rahmenkonstruktion, die in die Wanne gebracht wird, hebt die Person. Das Gerät vollführt eine Hubbewegung zwischen Wannenboden und Wannenrand.

Als Antrieb für Badewannenlifter werden wasserhydraulische, pneumatische oder elektromotorische Anlagen verwendet. Für den wasserhydraulischen Antrieb wurde häufig direkt das unter Druck stehende Wasser aus dem Trinkwassernetz verwendet. In Hubsäulen wird der Wasserdruck benutzt, um einen Kolben in einem Zylinder und die daran befestigte Tragvorrichtung aufwärts und abwärts zu bewegen. In herausnehmbaren Badewannenliftern werden großformatige Schlauchstücke verwendet, die sich bei Wasserfüllung strecken und dadurch an einer Scherenhebelkonstruktion eine Hubbewegung bewirken. Die letztere Nutzungsart ist in Deutschland aufgrund der Trinkwasserverordnung nur mit einem Rückflussventil zugelassen, da die Gefahr des Rückflusses von verschmutztem Wasser in das Trinkwassernetz besteht. Elektromotoren an Badewannenliftern dienen meist wiederum zum Antrieb nachgeschalteter ölhydraulischer, pneumatischer oder mechanischer Hubvorrichtungen. Die Spannungsversorgung des Badeliftes sollte aus Sicherheitsgründen mit einem Akku erfolgen. Eine direkte Verbindung zur Netzspannung ist nur mit einem Netzteil mit „medical“ Zulassung erlaubt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine sehr interessante Anlage:

Finanzierung:

Die Kosten zur Beschaffung und für den Einbau eines Treppenaufzuges können im Bereich von 3.000 bis 25.000 Euro liegen. Vielfach übersteigen diese Beträge die privaten Finanzierungsmöglichkeiten. Daher ist von besonderem Interesse, ob und welche Rehabilitationsträger hier in Anspruch genommen werden können. Zur Klärung der Zuständigkeit ist es sinnvoll, sich zuerst an den Rehabilitationsträger zu wenden. Die Servicestellen nach dem Sozialgesetzbuch Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) helfen dabei, den oder auch die zuständigen Kostenträger zu finden. Um Kosten zu sparen, ist auch die Anschaffung eines gebrauchten Treppenlifts möglich. Hierbei werden vor dem Einbau alle Treppenlift Teile, die mit Personen in Berührung kommen, ausgetauscht. Eine weitere Möglichkeit ist die Miete eines Treppenlifts. Beide Varianten kommen aber nicht immer in Frage, da z. B. ein Treppenlift meist nur vermietet wird, wenn die Treppe eine bestimmte Form hat und der Lift nach dem Ausbau in einem anderen Haus wieder eingesetzt werden kann.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Treppenlifte gehören in Deutschland nicht zu den Hilfsmitteln, die für die Gesetzliche Krankenversicherung leistungspflichtig sind.

Pflegeversicherung:

In Deutschland zählen Sitzlifte und Plattformlifte zu den sogenannten wohnumfeldverbessernden Maßnahmen und können von der Pflegeversicherung seit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes mit maximal 4.000 Euro bezuschusst werden. Der Pflegebedürftige muss einen angemessenen Eigenanteil zu zahlen. Dieser beträgt 10 % des anrechenbaren Betrages, höchstens jedoch 50 % des monatlichen Bruttoeinkommens des Pflegebedürftigen Der Eigenanteil entfällt, wenn der Versicherte Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts oder Grundsicherung bei Erwerbsminderung nach dem SGB II erhält.

Wenn ein Treppenlift infolge eines fremdverschuldeten Unfalls, eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit angeschafft werden muss, übernimmt die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers oder die zuständige Berufsgenossenschaft die Kosten.

Weitere Kostenträger:

Weitere Kostenträger, die unter gewissen Umständen einen Teil der Kosten für einen Treppenschrägaufzug übernehmen können, sind regionale Förderungsprogramme, Berufsgenossenschaften (wenn durch einen Treppenschrägaufzug eine Wiedereingliederung in das Arbeitsleben ermöglicht werden kann) und das Sozialamt.

Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.